Vom Suchen und G(B)efunden werden

Veröffentlicht auf von Mirjakätzchen

Frauen sind ein Buch mit sieben Siegeln und schwer zu durchschauen? Blödsinn!

Eigentlich ticken wir alle sehr gleich. Nehmen wir als Beispiel einen Flirt auf einer

Party. Hat dieFrau keine Lust dazu, wird sie sich einen Zierfisch mitnehmen- der gute

Freund, gerne schwul. Taucht sie dagegen im Rudel auf, hat die Treibjagd begonnen.


Beispiel Samstag Abend. Mit drei Freundinnen treffe ich bei der
 
Wohnungseinweihung ein, und sofort fahren wir vier unseren Radar aus. In weniger als

drei Sekunden scannenwir die Umgebung und sieben aus. Übrig bleiben Menschen

unterteilt in drei Kategorien -

nennen wir es ruhig Stufe eins. Übrig bleiben danach also Männer unterteilt in:


·
         Auffällig und sympathisch

     ·         Auffällig und unsympathisch

     ·         Unauffällig und uninteressant.


Wenn wir jetzt einen Flirt riskieren wollen, werden wir uns jemanden aus der ersten Gruppe aussuchen. Als sympathisch und erotisch eingeschätzte Männer haben überdurchschnittlich häufig folgende Eigenschaften ( Merke: Die inneren Werte sieht man nicht auf den ersten Blick und kommen erst danach zum tragen!):


·
         überdurchschnittliche Körpergröße (über 1,80m)

      ·         aufrechte, lockere Körperhaltung

      ·         Vitalität (lockere, sichere Bewegungen; wacher, neugieriger Blick)

      ·         Lächeln

      ·         Kleidung, die einen höheren sozialen Status andeutet
        (evtl.sportlicher Anzug)

      ·         gepflegtes Äußeres

      ·         sichere Gesten und Blickkontakt.


Nicht so angesagt sind:


      - mehr Bauch

-         - weniger Haare (dann lieber garkeine!)

-         - oder wuchernde Haare an Stellen, an die sie nicht hingehören

-         - gebückte Haltung.


Dabei wissen wir natürlich, Männer achten bei Frauen auf ähnliche Signale und setzen ausserdem auch gekonnt ein:


·
         Nicht zu schlanke Figur, deren Reize durch passende Kleidung
        und Schmuck nur teilweise enthüllt werden. Andeutung ist Trumpf.

      ·         Blickkontakt und Lächeln

      ·         Sanfte, fließende Bewegungen und Gesten

      ·         Mischung aus selbstbewußtem Auftreten und Hilfsbedürftigkeit
       (Achtung: Letzteres nur vorgetäuscht!).


Jetzt zündet Stufe zwei.
Trotz des positiven Scannens lassen wir Männer mit erotischer Ausstrahlung an uns vorüberziehen, ohne sie je kennenzulernen. Nur bei besonderen Gelegenheiten starten Frauen einen Flirt. Das Spiel der Blicke beginnt -  mit einem Blick von etwas mehr als drei Sekunden, der Interesse signalisiert. Der erste Blick geht hier wieder von uns aus, und nach spätestens vier Sekunden wenden wir die Augen wieder ab. Hat der Mann den Blick registriert, wird er nun zurückschauen und lächeln. Daraufhin schauen wir ihn wieder an, er schaut zur Seite, dann wieder hin und so weiter. Dieser stumme Flirt dauert etwa eine halbe Minute.


Jetzt kommt Stufe drei zum tragen
. War der Blickwechsel ermutigend, muß einer von beiden das Gespräch eröffnen. Sonst wird einer von beiden nach der halben Minute - in der Regel wieder die Frau - den stummen Dialog der Augen einstellen. Trotz aller Emanzipation fällt meistens dem Mann die Initiative zu. Er beginnt das ganze mit typischem Smalltalk (eigentlich *gähn*, aber das Raubtier in uns verlangt nach Beute- und wenn das auch nur aus Selbstbestätigung besteht- also stehen wir das durch). Statt zu sagen „Hey, ich mag dich!“ reden wir über ganz banale Dinge, die sich aus der Situation ergeben. Das heißt, der erste Satz könnte lauten:


·
         "Woher kennst du den Gastgeber?" (auf einer Party)

      ·         "Warst du schon öfter hier?"  

      ·         "Ist das nicht ein scheußliches Wetter?"

      ·         "Ist warm hier, oder?"


Und was die (begrenzte?)Phantasie sonst noch her gibt.

Der Inhalt ist nicht entscheidend, sondern daß der erste Satz eine Fortsetzung des Gesprächs erlaubt. Wichtig ist nicht was geredet wird,  sondern eher die Art und Weise, wie der andere auf mich eingeht. Männer und Frauen checken ihr Gegenüber gleichermaßen auf folgende Eigenschaften ab (die – ach so wichtigen inneren Werte nennt man das wohl):

·         Kann er/sie aufmerksam zuhören?

·         Wie groß sind Humor und Toleranz ausgeprägt?

·         Wie stark ist sein/ihr Interesse an dem, was ich erzähle?

·         Geht der/die andere auf mich ein?

·         Wie groß sind unsere Übereinstimmungen? Liegen wir auf einer Wellenlänge?

·         Weckt er/sie meine Neugier, mehr von ihm/ihr zu erfahren?

Dating.jpg

Jetzt kommen wir zur entscheidenden Phase - Stufe Vier
. Nach schon fünf bis zehn Minuten (!) ist die Entscheidung gefallen, ob sich eine Fortsetzung der Bekanntschaft lohnt oder nicht. Wenn ja, wird man sich verabreden oder wenigstens Telefonnummern austauschen. Wenn nein, wird sich derjenige, der sich als erstes dagegen entschieden hat, mit einem Vorwand davonmachen. Gemeiner - aber auch gerade von Frauen gerne genommen -  ist  die Nummer mit der falschen Telefonnummer.

Jetzt weisste Bescheid, Schätzelein! 

 

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Goggi 12/18/2009 14:21


Und jetzt stehen wir da. Du an der Wand und ich nur noch Weltfrieden und Klimarettung durch Schmusen im Sinn. Spannende Sache.

:-))))))


Mirjakätzchen 12/31/2009 17:38



...und wie geht es dann weiter? :-)))