Der Mutter des Friedens

Veröffentlicht auf von Mirjakätzchen

Wenn man von Verdiensten für den Weltfrieden hört, kommt einem immer zuerst Alfred Nobel in den Sinn. Doch wer von euch weiß eigentlich, dass der Fiedensnobelpreis eigentlich nur durch die Bemühungen einer Frau ins Leben gerufen wurde? Einer sehr mutigen Journalistin und Schriftstellerin- für mich die Mutter der heutigen Pazifisten schlechthin - Bertha von Suttner.

In Zeiten in denen Politik, Kriege und natürlich auch der Frieden ausschließlich Männersache war, setzte sie sich provokativ in deren Konferenzen mit dazu, immer ihr Ziel der Aufklärung und des weltweiten Friedens fest vor Augen. Sie ließ sich von niemandem davon abbringen.  Man kann sogar sagen, sie hat dem Frieden auf der Welt ihr Leben verschrieben und auch sich selbst dafür aufgeopfert. Obwohl diese elegante Dame zu Lebzeiten sehr berühmt wurde, Vorträge hielt, Friedensinitiativen gründete und immer wieder publizierte nagte sie auch immer am Hungertuch. Denn mit Frieden allein lässt sich eben kein Geld verdienen. Alfred Nobel war ihr Bewunderer und Förderer, er unterstützte sie auch finanziell und nahm ihr Gedankengut selbst auch an. So kam es schließlich dazu, daß er sein Testament ganz in ihrem Sinne umschreiben ließ - einen Teil seines Vermögens sollte von nun an demjenigen zu gute kommen, der sich herausragend für den Frieden in der Welt einsetzt.   

Obwohl Bertha von Suttner diesen Preis schon im ersten Jahr nach der Entstehung mehr als verdient gehabt hätte, ging sie zunächst leer aus. Trotzdem freute sie sich für und mit jedem einzelnen der Preisträger, das reichte ihr als Lohn für ihre Arbeit.

Als erste Frau wurde Bertha von Suttner schließlich doch noch im Jahr 1905 mit dem Preis ausgezeichnet. Die Depesche wollte sie zunächst überhaupt nicht in Empfang nehmen, da das Geld wieder einmal mehr als knapp bei ihr war. Als erste Preisträgerin wurde sie dann allerdings auch europaweit für ihr Lebenswerk mehr als verspottet.

Auf dem Sterbebett war sie schließlich felsenfest davon überzeugt, in ihren Bemühungen um den Frieden auf der Welt total versagt zu haben.  Natürlich kamen ihre Ideen nie ganz zum Zug, zu groß war einfach die Heerschar ihrer Gegner. Es liegt aber in der Natur und es ist auch das Los des Pazifisten, nie ganz zum Zug zu kommen. Wie denn auch?

Schon ein Jahr nach ihrem Tod im Jahr 1914 eskalierte die Situation im Pulverfass  Europa, und die Kriegstreiber  schickten ihre blutdürstenden Vasallen in den Kampf.

Heute erinnert an diese große Journalistin die österreichische 2 Euro Münze. Ich hoffe ihr wisst von nun an, mit wessen Kopf ihr da bezahlt.

 

 

 

„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“

 

 

 

 

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